Wächst dein Vermögen auch nach Inflation?
Was kannst du dir von deinem späteren Ersparten leisten? Der Rechner zeigt das Endkapital in Euro und was es zu heutigen Preisen wert wäre. Anfangskapital, Sparrate, Laufzeit, Rendite und Inflation gibst du selbst vor.
Kapital und laufende Einzahlungen getrennt erfassen
Das Anfangskapital liegt im Modell von Beginn an an. Die monatliche Sparrate kommt jeweils am Monatsende dazu und bleibt nominal konstant. Eine Zahlung im letzten Monat erhält deshalb keine volle Jahresverzinsung. Für eine geplante jährliche Erhöhung der Sparrate ist dieses einfache Modell nicht ausgelegt.
Der Rechner nimmt über die ganze Laufzeit dieselbe effektive Jahresrendite an. Daraus berechnet er den Monatszins für deine Einzahlungen. So berücksichtigt er, wann die einzelnen Raten dazukommen und wie lange sie Zinsen bringen.
Beispiel ohne weitere Einzahlungen
10.000 Euro werden bei drei Prozent jährlicher Rendite in zehn Jahren nominal zu 13.439,16 Euro. Bei gleichzeitig zwei Prozent jährlicher Inflation entspricht das einer heutigen Kaufkraft von 11.024,80 Euro. Die reale jährliche Rendite liegt bei rund 0,98 Prozent.
Die einfache Differenz drei minus zwei ergibt nur eine Näherung. Genau wird der Renditefaktor 1,03 durch den Preisfaktor 1,02 geteilt. Alle Beispielwerte sind Annahmen vor Steuern und Gebühren.
Warum eine Sparrate das Vermögen nicht automatisch real wachsen lässt
Eine Einzahlung erhöht dein Vermögen auch dann, wenn die Anlage keine Rendite erzielt. Der spätere Endbetrag enthält deshalb sowohl eigene Einzahlungen als auch Anlageerträge. Er darf nicht vollständig als Gewinn bezeichnet werden.
Das Ergebnis zeigt, was du dir vom ganzen Guthaben zu heutigen Preisen kaufen könntest. Willst du die zeit- oder geldgewichtete Rendite deiner Anlage ermitteln, brauchst du zusätzlich die genauen Zahlungstermine und eine passende Renditeberechnung.
Was Kaufkrafterhalt bei einem bestehenden Betrag bedeutet
Ohne weitere Einzahlungen erhält ein Betrag seine Kaufkraft im Modell, wenn die Rendite nach berücksichtigten Kosten und Steuern mindestens der Inflation entspricht. Bei drei Prozent Preissteigerung und null Verzinsung werden 10.000 Euro nach zehn Jahren noch etwa 7.440,94 Euro heutige Kaufkraft haben.
Eine Anlageempfehlung folgt daraus nicht. Kursschwankungen, Verfügbarkeit, Ausfallrisiken und der geplante Verwendungszeitpunkt bleiben eigenständige Fragen. Auch eine Anlage mit positiver erwarteter Realrendite kann zu einem ungünstigen Verkaufszeitpunkt einen Verlust ausweisen.
Welche Abzüge in deine Annahme gehören
Steuern, Depotkosten und Produktgebühren zieht der Rechner nicht automatisch ab. Halte fest, ob du diese Kosten bereits in deiner Rendite berücksichtigt hast. Sonst kann ein Ergebnis vor Kosten besser aussehen als ein anderes nach Kosten.
Bei einem Vergleich mit Gold kommen etwa Kauf- und Verkaufsspannen oder Lagerkosten hinzu. Für ein vorhandenes Sparguthaben hilft der Realzinsrechner bei der getrennten Betrachtung von Zins und Preisentwicklung.
Welches Ergebnis du für die Altersvorsorge verwenden kannst
Für den Ruhestand ist die spätere Kaufkraft häufig hilfreicher als die größte nominale Zahl. Das errechnete Kapital ist aber noch kein monatlich sicher verfügbarer Rentenbetrag. Dafür müssten Entnahmedauer, künftige Renditen und weitere Preisänderungen während des Ruhestands betrachtet werden.
Der Rentenlücken-Rechner zeigt, wie viel Geld dir pro Monat zum Rentenbeginn fehlen könnte. Diesen Betrag kannst du deiner Kapitalplanung gegenüberstellen.