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Wie viel fehlt dir im Ruhestand?

Wie viel fehlt dir im Ruhestand? Gib ein, was du monatlich zu heutigen Preisen brauchst und welche Nettorente du zum Rentenbeginn erwartest. Für eine Planung über zwanzig Jahre oder eine andere Laufzeit rechnet der Rentenlücken-Rechner beide Beträge mit deiner Inflationsannahme auf denselben Preisstand um.

Trage die erwartete Rente als künftigen Nettobetrag ein, einschließlich deiner angenommenen Rentenanpassungen. Steuern und Beiträge werden nicht aus einer Bruttorente berechnet. Einmalige Ausgaben und Kapitalentnahmen sind nicht eingerechnet.

Heutigen Bedarf und spätere Rente zusammenbringen

Beginne mit dem monatlichen Betrag, den du im Ruhestand nach heutigen Preisen benötigen würdest. Das muss nicht dein heutiges Gehalt sein. Eine bis dahin abbezahlte Immobilie, wegfallende Arbeitswege oder geplante Reisen verändern den Bedarf. Laufende Instandhaltung und andere nur jährlich anfallende Ausgaben gehören anteilig dazu.

Bei der Nettorente zählt der erwartete Betrag zum Rentenbeginn. Addiere alle vorgesehenen laufenden Nettoeinkünfte, etwa die gesetzliche und die betriebliche Rente. Wenn ein Rentenbetrag bereits in heutiger Kaufkraft angegeben ist, rechne ihn nicht als künftigen Eurobetrag ein.

Beispiel mit 2.000 Euro Monatsbedarf

Bei einem heutigen Bedarf von 2.000 Euro, zwanzig Jahren bis zum Rentenbeginn und angenommenen zwei Prozent Inflation pro Jahr ergibt sich ein monatlicher Bedarf von 2.971,89 Euro. Sind zum selben Zeitpunkt 2.000 Euro Nettorente vorgesehen, fehlen rechnerisch 971,89 Euro im Monat.

Zu heutigen Preisen hätten die späteren 2.000 Euro eine Kaufkraft von rund 1.345,94 Euro. Damit fehlen nach heutigem Preisstand 654,06 Euro im Monat. Es ist dieselbe Lücke wie oben, nur in heutigen Preisen. Die zwei Prozent Inflation und die Rentenhöhe sind Annahmen.

Der Betrag im Rentenbrief ist kein verfügbares Netto

Die Deutsche Rentenversicherung weist darauf hin, dass die Renteninformation Bruttowerte enthält. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie mögliche Steuern sind darin nicht abgezogen; der Kaufkraftverlust ist ebenfalls nicht eingerechnet. Deshalb wäre es unpassend, einen heutigen Nettoverbrauch unmittelbar mit dem dort genannten Bruttobetrag zu vergleichen.

Für eine erste Planung kannst du mit mehreren selbst geschätzten Nettobeträgen rechnen. Wenn sich dein Rentenbeginn nähert, sollten die tatsächlichen Abzüge und die neuesten Rentenauskünfte in die Rechnung eingehen. Dieser Rechner erzeugt keine eigene Leistungszusage und berechnet keine Versicherungsansprüche.

So wird die monatliche Lücke berechnet

Künftiger Monatsbedarf = heutiger Monatsbedarf × (1 + Inflationsannahme / 100) hoch Jahre. Davon wird die erwartete Nettorente zum Rentenbeginn abgezogen. Ein positiver Unterschied ist die monatliche Lücke; bei einem negativen Unterschied liegt die angegebene Rente über dem modellierten Bedarf.

Für die Darstellung in heutiger Kaufkraft werden Bedarf, Rente und Differenz durch denselben Preisfaktor geteilt. Ein gleicher Preisstand ist die Voraussetzung dafür, dass der Vergleich etwas über den späteren Lebensstandard aussagt.

Was eine andere Inflationsannahme verändert

Bei zwei Prozent erhöht sich der angenommene Bedarf über zwanzig Jahre um rund 48,59 Prozent. Bei drei Prozent wären es rund 80,61 Prozent. Für 2.000 Euro heutigen Bedarf bedeutet das 2.971,89 beziehungsweise 3.612,22 Euro zum Rentenbeginn. Der Unterschied entsteht durch die über Jahre aufeinander aufbauenden Preisänderungen.

Die aktuelle Monatsrate sagt wenig darüber aus, wie stark Preise in den nächsten zwanzig Jahren steigen. Probiere mehrere Annahmen aus. Ändere bei Bedarf auch deine erwartete Rente oder deine Ausgaben. Im Artikel zur Inflationsprognose findest du veröffentlichte Prognosen und Beispiele mit eigenen Annahmen.

Von der monatlichen Lücke zur Altersvorsorge

Eine monatliche Versorgungslücke ist noch kein erforderlicher Kapitalbetrag. Dafür wären zusätzlich die Dauer des Ruhestands, Entnahmen, mögliche Renditen, Kosten, Steuern und spätere Rentenanpassungen nötig. Eine Lücke von 500 Euro mit zwölf Monaten zu multiplizieren beantwortet nur den Bedarf eines Jahres.

Mit dem Vermögensrechner kannst du getrennt prüfen, welches Kapital bei eigenen Spar- und Renditeannahmen bis zum Rentenbeginn entstehen würde. Die beiden Rechnungen lassen sich für eine Planung nebeneinanderlegen. Sie ersetzen keinen Auszahlungsplan über eine ungewisse Lebensdauer.

Quellen zum Beitrag