inflations-rechner.com
Menü

Inflationsrate in Deutschland

Für Oktober 2026 meldet Destatis eine Inflationsrate von 2,8 % in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat (vorläufig). Die Meldung erschien am 30.10.2026.

Inflationsrate in Deutschland seit 1992

Deutschland · 1992–2025 · Veränderung des Jahresdurchschnitts zum Vorjahr in Prozent.

Inflationsrate
Inflationsrate in Deutschland seit 1992Deutschland · 1992–2025. Veränderung in Prozent.024681992200020152025
Inflationsrate 2025: 2,2 %

Quelle: Destatis, Verbraucherpreisindex Deutschland.

Die Linie zeigt die amtlich veröffentlichten Jahresraten. Der Ausgangsindex für Deutschland liegt ab 1991 vor.

inflations-rechner.com

Jeder Punkt vergleicht die Preise eines ganzen Jahres mit dem Vorjahr. 2022 stiegen die Verbraucherpreise um 6,9 Prozent. 2025 waren es 2,2 Prozent. Die aktuelle Monatsmeldung steht darüber und bezieht sich auf denselben Monat des Vorjahres.

Aktuelle Rate, Berichtsmonat und Veröffentlichung

Destatis meldet eine Inflationsrate für einen ganzen Berichtsmonat. Die erste Schätzung erscheint meist gegen Monatsende, das endgültige Ergebnis im Folgemonat. Wer nach „Inflation heute“ sucht, findet deshalb die jüngste Monatsmeldung.

Das endgültige Ergebnis kann die Schätzung bestätigen oder ändern. Für die Kaufkraftrechnung verwenden wir erst den veröffentlichten Monatsindex. Deshalb kann der Rechner bei einem früheren Monat enden als die aktuelle Inflationsmeldung.

Einen früheren Eurobetrag kannst du mit dem Inflationsrechner auf den verfügbaren endgültigen Preisstand umrechnen.

Vorjahresmonat und Vormonat sind zwei verschiedene Vergleiche

Die übliche Inflationsrate vergleicht einen Monat mit demselben Monat ein Jahr zuvor. Die Vormonatsrate vergleicht dagegen zwei direkt aufeinanderfolgende Monate. Ein Preisanstieg im Jahresvergleich kann deshalb gleichzeitig mit einem Rückgang gegenüber dem letzten Monat auftreten.

Die vorläufige Oktobermeldung 2026 zeigt genau diesen Fall: plus 2,8 Prozent gegenüber Oktober 2025, aber minus 0,2 Prozent gegenüber September 2026. Das ist kein Widerspruch. Die beiden Prozentwerte haben unterschiedliche Ausgangspunkte und dürfen nicht gegeneinander ausgetauscht werden.

Monatstabelle: die letzten zwölf endgültigen Werte

Die Tabelle zeigt die letzten zwölf verfügbaren endgültigen Monatswerte. Der Index beschreibt das Preisniveau; die Jahresrate daneben die Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat. Vorläufige Schätzungen werden davon getrennt angezeigt. Eine Quartals- oder Jahresdurchschnittsrate entsteht nicht durch das Herausgreifen einer dieser Monatsraten.

Für einen Monatsvergleich sind außerdem saisonale Einflüsse zu beachten. Ferien, Heizbedarf oder wiederkehrende Preisänderungen können einzelne Monate prägen. Der hier verwendete VPI ist die veröffentlichte Originalreihe. Ein Vormonatsvergleich ist nicht automatisch saisonbereinigt.

Einzelwerte anzeigen
Deutschland: letzte zwölf endgültige Monatswerte. VPI, 2020 = 100.
MonatPreisindexInflation zum Vorjahresmonat
Oktober 2025123,02,3 %
November 2025122,72,3 %
Dezember 2025122,71,8 %
Januar 2026122,82,1 %
Februar 2026123,11,9 %
März 2026124,52,7 %
April 2026125,22,9 %
Mai 2026125,02,6 %
Juni 2026124,62,3 %
Juli 2026125,62,8 %
August 2026125,82,9 %
September 2026126,63,3 %

Wie hoch war die Inflation im Quartal?

Für die Inflationsrate im ersten, zweiten oder dritten Quartal bilden wir den Durchschnitt aus den drei endgültigen Monatsständen des Verbraucherpreisindex. Dann vergleichen wir ihn mit dem Durchschnitt derselben drei Monate im Vorjahr.

Die Tabelle zeigt abgeschlossene Quartale mit vollständigen Monatsdaten. Für die Inflation seit 2020 ist der Vergleich über mehrere Jahre sinnvoll. Die Formel zur Inflationsrate zeigt, wie der Prozentwert aus zwei Indexständen entsteht.

Einzelwerte anzeigen
Eigene Quartalsberechnung aus endgültigen Destatis-Monatsindizes.
QuartalMittlerer VPI (2020 = 100)Zum Vorjahresquartal
3. Quartal 2026126,003,0 %
2. Quartal 2026124,932,6 %
1. Quartal 2026123,472,2 %
4. Quartal 2025122,802,2 %
3. Quartal 2025122,372,2 %
2. Quartal 2025121,772,1 %
1. Quartal 2025120,772,3 %
4. Quartal 2024120,202,3 %

Inflation von 2025 auf 2026 im Vergleich

Für den Vergleich von 2025 auf 2026 nehmen wir dieselben Monate in beiden Jahren. Wir teilen den mittleren Verbraucherpreisindex von 2026 durch den von 2025 und runden erst das Ergebnis.

Im vollständigen Jahr 2025 lagen die Preise 2,2 Prozent über 2024. Für die Jahresinflation 2026 zählen alle zwölf Monate. Auch die Dezemberrate zum Vorjahresmonat beantwortet eine andere Frage. Die Inflationsprognosen für Deutschland zeigen, welche Jahresraten die Institute erwartet haben.

Einzelwerte anzeigen
Mittlerer VPI aus endgültigen Destatis-Monatsindizes. 2025: 121,63. 2026: 124,80.
ZeitraumPreise 2026 gegenüber 2025Kaufkraft von 1.000 € aus 2025
Januar bis September2,6 %1.026,03 €

Inflationstabelle: die letzten zehn abgeschlossenen Jahre

2022 betrug die amtliche Inflation im Jahresdurchschnitt 6,9 Prozent, 2023 noch 5,9 Prozent. Für 2024 und 2025 waren es jeweils 2,2 Prozent. Die geringeren Raten haben das zuvor erreichte Preisniveau nicht zurückgesetzt. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag der Index bei 121,9 auf Basis 2020 = 100.

Alle Werte in der Tabelle stehen auf derselben Indexbasis. In älteren Meldungen findest du für 2022 noch 7,9 Prozent. Für Vergleiche mit anderen Jahren verwende durchgängig die revidierte Reihe.

Die zehn Jahreswerte der Tabelle sind jeweils abgeschlossene Kalenderjahre. Ihre einzelnen Raten beantworten, wann die Preise besonders stark stiegen. Wer wissen möchte, wie viel der gesamte Anstieg in diesen zehn Jahren ausmacht, benötigt dagegen die Indexwerte der passenden Ausgangs- und Endzeitpunkte. Eine Summe der Raten ist dafür nicht geeignet.

Einzelwerte anzeigen
Deutschland: letzte zehn vollständige Jahre. Jahresdurchschnitt des VPI, 2020 = 100.
JahrPreisindexInflation zum Vorjahr
201695,00,5 %
201796,41,5 %
201898,11,8 %
201999,51,4 %
2020100,00,5 %
2021103,13,1 %
2022110,26,9 %
2023116,75,9 %
2024119,32,2 %
2025121,92,2 %

Kumulierte Inflation seit 2020, 2015 oder 2000

Für die gesamte Preissteigerung über mehrere Jahre zählt der Quotient aus Endindex und Startindex. Zwischen den Jahresdurchschnitten 2020 und 2025 ergibt sich 121,9 / 100 − 1 = 21,9 Prozent. Ein Betrag von 1.000 Euro im Jahr 2020 entspricht damit rechnerisch 1.219 Euro Kaufkraftbedarf 2025.

Die Tabelle endet beim Jahresdurchschnitt 2025. Sie rechnet also nicht „bis heute“. Die Centbeträge stammen aus gerundeten amtlichen Indizes. Wie genau dein eigenes Budget mit den Preisen Schritt hielt, lässt sich daraus nicht ablesen.

Einzelwerte anzeigen
Eigene Indexrechnung bis zum Jahresdurchschnitt 2025. Ausgangsbetrag jeweils 1.000 Euro.
ZeitraumGesamter PreisanstiegBetrag mit gleicher Kaufkraft
2000–202561,46 %1614,57 €
2010–202538,37 %1383,65 €
2015–202528,99 %1289,95 €
2019–202522,51 %1225,13 €
2020–202521,90 %1219,00 €
2021–202518,23 %1182,35 €
2022–202510,62 %1106,17 €

Seit Januar und seit Jahresbeginn richtig unterscheiden

Für Januar 2026 beträgt der Monatsindex 122,8, für September 2026 126,6. Der Vergleich dieser beiden Monate ergibt rund 3,09 Prozent. Er schließt die Preisveränderung vom Dezember zum Januar nicht ein.

Wer die Veränderung seit dem Jahreswechsel erfassen will, beginnt deshalb mit Dezember 2025. Dessen Index liegt bei 122,7. Bis September 2026 ergibt das rund 3,18 Prozent. Beide Rechnungen unterscheiden sich wiederum von der September-Jahresrate von 3,3 Prozent. Bei „seit 2024“ oder „seit Corona“ muss zuerst der konkrete Ausgangsmonat oder Jahresdurchschnitt feststehen.

Warum Jahresraten nicht addiert werden

Zwei angenommene Preissteigerungen von jeweils 10 Prozent ergeben zusammen 21 Prozent. Aus 100 Euro werden zuerst 110 und danach 121 Euro. Der zweite Anstieg bezieht sich bereits auf den höheren Betrag. Dasselbe Prinzip gilt für längere Reihen und für eine gleichbleibende angenommene Zukunftsinflation.

Für einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg über mehrere Jahre wird die passende Wurzel aus dem gesamten Preisfaktor gezogen. Eine Gesamtsteigerung von 21 Prozent in zwei Jahren entspricht in diesem Beispiel 10 Prozent pro Jahr. Sie entspricht nicht 10,5 Prozent jährlich. Die Begriffe gesamte, durchschnittliche und aktuelle Inflation sind daher auseinanderzuhalten.

Welche Ausgaben den Gesamtwert prägen

Die zwölf VPI-Hauptgruppen können sehr unterschiedlich verlaufen. Von 2020 bis 2025 stiegen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 36,2 Prozent, Verkehr um 27,1 Prozent und Wohnen einschließlich Wasser und Energie um 17,5 Prozent. Für diesen Vergleich werden ausdrücklich Jahresdurchschnitte verwendet.

Zum Einfluss auf die Gesamtrate gehört zusätzlich das Gewicht einer Gruppe. Ein hoher Preisanstieg bei geringem Anteil kann weniger bewirken als ein moderater Anstieg bei einer großen Ausgabengruppe. Der Verlauf zeigt deshalb die Teilindizes; aus dem höchsten Einzelwert allein lässt sich nicht der größte Inflationsbeitrag ablesen.

Die Angaben oben vergleichen Jahresdurchschnitte bis 2025. In der Grafik siehst du zusätzlich die Monatsentwicklung bis September 2026.

Was ist seit 2020 teurer geworden?

Jahresdurchschnitt 2020 bis September 2026 · Veränderung der zwölf VPI-Hauptgruppen in Prozent.

Verkehr+40,4 %
Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen+37,3 %
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke+37,2 %
Andere Waren und Dienstleistungen+33,0 %
Alkoholische Getränke und Tabakwaren+32,2 %
Bildungswesen+26,2 %
Freizeit, Unterhaltung und Kultur+22,0 %
Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe+20,0 %
Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör+18,0 %
Gesundheit+16,8 %
Bekleidung und Schuhe+12,3 %
Post und Telekommunikation-0,3 %

Quelle: Destatis, Verbraucherpreisindex nach zwölf Hauptgruppen. September 2026, endgültig.

Der Gesamtindex gewichtet die Gruppen unterschiedlich. Persönliche Ausgabenanteile können davon abweichen.

inflations-rechner.com

Welcher Warenkorb steckt hinter der Inflationsrate?

Die Grafik zeigt, wie stark die einzelnen Ausgabenbereiche in die deutsche Inflationsrate eingehen. Das heute verwendete Schema stammt aus 2020. Der Warenkorbvergleich erklärt die Änderungen. Der Vergleich zur wahren Inflation in Deutschland zeigt, wie sich Warenpreise, Lebensmittel und der Gesamtindex seit 2020 entwickelt haben.

Was zählt im Inflationswarenkorb wie stark?

Wägungsschemata 2015 und 2020 · Anteile der zwölf Hauptgruppen in Prozent.

Gewichte 2015Gewichte 2020

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

9,685 %
11,904 %

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

3,777 %
3,526 %

Bekleidung und Schuhe

4,534 %
4,225 %

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe

32,470 %
25,925 %

Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör

5,004 %
6,778 %

Gesundheit

4,613 %
5,549 %

Verkehr

12,905 %
13,822 %

Post und Telekommunikation

2,672 %
2,335 %

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

11,336 %
10,423 %

Bildungswesen

0,902 %
0,906 %

Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen

4,677 %
4,720 %

Andere Waren und Dienstleistungen

7,425 %
9,887 %

Quelle: Destatis und Bundesregierung, Wägungsschemata 2015 und 2020.

Für den deutschen VPI gilt 2025 und 2026 weiterhin das Wägungsschema 2020. Die Anteile beschreiben Gewichte, keine Preissteigerungen. Beide Schemata ergeben 100 Prozent.

inflations-rechner.com

VPI, Kerninflation und HVPI einordnen

Die deutsche Inflationsrate dieser Seite beruht auf dem nationalen Verbraucherpreisindex. Der VPI erfasst Konsumpreise. Er ist weder ein Immobilienkaufpreisindex noch eine Messung sämtlicher Vermögenspreise oder der individuellen Monatsrechnung.

Die Kerninflation lässt in der verbreiteten Abgrenzung Nahrungsmittel und Energie weg. Das hilft, den übrigen Preisverlauf zu betrachten; diese Ausgaben verschwinden damit nicht aus der Belastung der Haushalte. Der HVPI ist wiederum ein anders abgegrenzter Index für Deutschland. Seine Rate sollte nicht ohne Kennzeichnung an die Stelle der nationalen VPI-Rate gesetzt werden.

Was aus der aktuellen Rate nicht folgt

Eine einzelne Monatsrate ist keine Zusage für das nächste Jahr und keine langfristige Prognose. Sie zeigt ebenso wenig, ob das eigene Gehalt die tatsächlichen Kosten deckt. Dafür werden Einkommen, Ausgaben und derselbe Vergleichszeitraum benötigt.

Für zukünftige Geldbeträge kann eine jährliche Annahme verwendet werden. Für zurückliegende Zeiträume werden dagegen die vorhandenen Preisindizes ausgewählt. Diese Trennung verhindert, dass eine geschätzte Zukunftsrate wie eine bereits gemessene Preisentwicklung aussieht.

Was ist dein Geld zwischen zwei Monaten wert?

Vergleiche einen Eurobetrag zwischen zwei Monaten. Die Monatswerte bleiben getrennt von den Jahresdurchschnitten.

Für dieselbe Kaufkraft brauchst du

1.268,54 €

1.000 Euro von Januar 2020 in Kaufkraft von September 2026.

Der Betrag für dieselbe KaufkraftEuro
1.000,00 Euro, 01/2020; gleiche Kaufkraft 09/2026: 1.268,54 Euro.9001.0001.1001.2001.30001/202004/202206/202409/202601/2020: 1.000,00 €09/2026: 1.268,54 €
Ausgangspunkt · 01/20201.000,00 €Gleiche Kaufkraft · 09/20261.268,54 €

Monatswerte des Preisindex.

Preisänderung
Kaufkraftänderung

Destatis · Monatsindizes · VPI 2020 = 100.

Eine Inflationsmeldung für Deutschland richtig lesen

Die Meldung für Oktober 2026 nennt 2,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat (vorläufig). Ihr Veröffentlichungsdatum ist der 30.10.2026. Sobald endgültige Werte veröffentlicht sind, aktualisieren wir die Anzeige.

„Inflationsquote“ wird gelegentlich als anderer Ausdruck für Inflationsrate verwendet. Für einen Vergleich brauchst du trotzdem den konkreten Zeitraum: Vorjahresmonat, Vormonat oder Jahresdurchschnitt. Eine Zahl ohne diese Angabe beantwortet die Frage nach der deutschen Inflation noch nicht vollständig.

Wenn du unsere Inflationszahlen bei Google wiederfinden willst, öffne inflations-rechner.com in Googles Quellenauswahl.

Deutsche Inflationsdaten bei der OECD

Im OECD-Datenangebot für Verbraucherpreise kannst du Deutschland als Bezugsland wählen. Prüfe dabei auch den Indextyp, die Periodenart und die Einheit. Ein Indexstand und eine Veränderungsrate sind unterschiedliche Größen. Veröffentlichungsstände und Rundungen können außerdem voneinander abweichen.

Für unsere Tabellen verwenden wir die jeweils genannten Reihen von Destatis. Rechne bei einem Kaufkraftvergleich immer mit zwei Indexständen derselben Reihe. Das gilt auch, wenn du die Werte bei der OECD nachschlägst.

Quellen zum Beitrag