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Hat dein Gold die Inflation ausgeglichen?

Wie viel Kaufkraft hat dein Gold seit dem Kauf gewonnen oder verloren? Gib die Europreise derselben Goldmenge sowie Kauf- und Verkaufsmonat ein. Der Rechner berücksichtigt die deutsche Preisentwicklung und zeigt, was vom selben Einsatz ohne Zinsen übrig geblieben wäre.

Eigene Goldpreise in Euro, gleicher Mengenbezug. Preisbereinigung mit deutschen VPI-Monatsdurchschnitten; kein Tagesindex und kein Live-Goldkurs. Zusätzliche Kosten und Steuern sind nicht eingerechnet.

Gleiche Goldmenge, gleiche Währung

Verwende für Kauf und Verkauf denselben Mengenbezug, etwa eine Feinunze oder ein Gramm. Beide Preise müssen in Euro angegeben sein. Ein Dollarpreis lässt sich ohne den passenden Wechselkurs nicht mit einem Europreis vergleichen. Die vorgegebenen Monatsauswahlen stammen aus den vorhandenen endgültigen deutschen Verbraucherpreisindizes.

Wenn du deine tatsächlichen Händlerpreise eingibst, können Aufschlag und Spanne darin bereits stecken. Lagerkosten und Steuern zieht der Rechner nicht zusätzlich ab. Aktuelle Goldkurse ruft er nicht ab.

Was aus einem Preisgewinn von 50 Prozent wird

Angenommen, du kaufst Gold für 2.000 Euro und verkaufst dieselbe Menge für 3.000 Euro. Das sind 50 Prozent mehr in Euro. Sind die Preise in Deutschland in dieser Zeit um 25 Prozent gestiegen, entsprechen die 3.000 Euro einer früheren Kaufkraft von 2.400 Euro. Real bleiben 20 Prozent Gewinn.

Hättest du die 2.000 Euro unverzinst behalten, hättest du damit nach dem Preisanstieg noch so viel kaufen können wie zuvor mit 1.600 Euro. Die Goldpreise sind für das Beispiel gewählt. Der Vergleich gilt für Geld ohne Zinsen und ohne Anlageerträge.

Nominalen Erlös durch den Preisfaktor teilen

Für einen eingesetzten Betrag gilt: nominaler Erlös = Einsatz × Verkaufspreis / Kaufpreis. Der Preisfaktor ist deutscher VPI am Ende / deutscher VPI am Anfang. Reale Kaufkraft des Erlöses = nominaler Erlös / Preisfaktor.

Realer Gewinn in Prozent = (Verkaufspreis / Kaufpreis / Preisfaktor − 1) × 100. Es wird nicht einfach die kumulierte Inflation vom nominalen Gewinn abgezogen. Das wäre bei größeren Veränderungen deutlich ungenauer.

Warum Start und Ende die Aussage verändern

Ein Gewinn ab einem günstigen Kaufmonat beantwortet eine andere Frage als ein Kauf nahe einer vorherigen Preisspitze. Für einen Rückblick gehören Kauf- und Verkaufszeitpunkt deshalb zur Aussage. Die zuletzt veröffentlichte monatliche Inflationsmessung kann zeitlich hinter einem aktuellen Goldpreis liegen.

Wählbar sind die Monate, für die ein endgültiger Verbraucherpreisindex vorliegt. Liegt der Verkauf später, fehlt für diesen Monat noch der Index.

Was ein positiver Rückblick belegt

Ein positives reales Ergebnis zeigt, dass die eingegebenen Preise die deutsche Verbraucherpreisentwicklung in diesem Zeitraum übertroffen haben. Es belegt keine feste Beziehung für alle Jahre und keine garantierte künftige Absicherung. Gold zahlt selbst weder Zinsen noch Dividenden; ein Erlös hängt vom Verkaufspreis ab.

Die Verbraucherzentrale weist bei Edelmetallen auf Kurs- und Währungsrisiken hin. Für diese Rechnung bedeutet das: Ein Europreis kann sich sowohl durch den internationalen Goldkurs als auch durch den Wechselkurs verändern. Das Ergebnis bleibt ein konkreter Rückblick auf deine Euroeingaben.

Andere Anlagen mit passenden Erträgen vergleichen

Bei Aktien oder Fonds gehören Ausschüttungen, Gebühren und gegebenenfalls weitere Einzahlungen zum tatsächlichen Ergebnis. Ein bloßer Vergleich zweier Stückpreise würde diese Zahlungen auslassen. Bei Gold ohne laufende Erträge ist der reine Preisvergleich unter den genannten Kostenannahmen einfacher.

Für Zukunftsannahmen mit laufenden Einzahlungen eignet sich der Vermögensrechner. Dort werden Rendite und Inflation ausdrücklich angenommen; hier werden konkrete Preisangaben gegen beobachtete deutsche Indizes gerechnet.

Quellen zum Beitrag