Butterpreise in Deutschland: Entwicklung und Vergleich
250 Gramm Deutsche Markenbutter kosteten 2004 im Schnitt 86 Cent, 2024 waren es 1,91 Euro. Der erste Chart zeigt die bezahlten Packungspreise in Deutschland. Darunter findest du den amtlichen Butterindex für den Vergleich bis 2025.
Was 250 Gramm Markenbutter kosteten
Deutschland · Jahresdurchschnitte 2004–2024 · Euro pro 250 Gramm.
Quelle: AMI/GfK-Haushaltspanel, Agrarstatistische Jahrbücher 2010, 2014, 2018 und 2025.
Durchschnittlich bezahlte Preise für 250 Gramm Deutsche Markenbutter im Haushaltspanel.
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2009 kostete die Packung im Haushaltspanel 73 Cent. 2022 waren es 2,05 Euro, ein Jahr später 1,53 Euro. Bis 2024 stieg der Preis wieder auf 1,91 Euro. Gegenüber 2004 hat er sich damit mehr als verdoppelt.
Für 2025 liegt in dieser Reihe kein vergleichbarer Packungspreis vor. Wie sich Butter in diesem Jahr im Schnitt verteuerte, zeigt der Preisindex im nächsten Abschnitt.
Durchschnittlich bezahlte Preise je Jahr ansehen
| Jahr | Preis pro 250 g |
|---|---|
| 2004 | 0,86 € |
| 2005 | 0,80 € |
| 2006 | 0,77 € |
| 2007 | 0,93 € |
| 2008 | 0,81 € |
| 2009 | 0,73 € |
| 2010 | 0,97 € |
| 2011 | 1,11 € |
| 2012 | 0,88 € |
| 2013 | 1,11 € |
| 2014 | 0,98 € |
| 2015 | 0,89 € |
| 2016 | 0,95 € |
| 2017 | 1,51 € |
| 2018 | 1,69 € |
| 2019 | 1,47 € |
| 2020 | 1,35 € |
| 2021 | 1,43 € |
| 2022 | 2,05 € |
| 2023 | 1,53 € |
| 2024 | 1,91 € |
Wie stark sind die Butterpreise gestiegen?
Deutschland · Jahresdurchschnitte 1991–2025 · Verbraucherpreisindex. Jahresdurchschnitt 2020 = 100.
Quelle: Destatis, GENESIS 61111-0005.
Butter ist ab 2015 als eigene Reihe verfügbar. Die Gruppe der Speisefette und Speiseöle beginnt 1991.
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Von 2015 bis 2025 hat sich der Butterpreis laut Verbraucherpreisindex etwas mehr als verdoppelt. 2025 lag er 47,1 Prozent über 2020. Die ältere Kurve umfasst die ganze Gruppe der Speisefette und Speiseöle.
Im September 2026 lag der amtliche Butterindex 29,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Wie sich andere Lebensmittel verteuert haben, zeigt der Vergleich nach Produktgruppen.
Ein datierter Preis für die 250-Gramm-Packung
Der AMI-Marktbericht vom 23. September 2026 nennt 1,19 Euro je 250 Gramm Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment. Seit April hatte der Preis dem Bericht zufolge bei 1,05 Euro gelegen. Die Angaben beschreiben dieses Segment zu den genannten Zeitpunkten.
Der Schritt von 1,05 auf 1,19 Euro entspricht 14 Cent oder rund 13,33 Prozent. Je Kilogramm sind das 4,20 statt anschließend 4,76 Euro. Dass dieser Packungspreis im September stieg, widerspricht dem amtlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat nicht: Der kurze Vergleich ab April und der Jahresvergleich beginnen bei unterschiedlichen Preisen und beruhen zudem auf verschieden abgegrenzten Beobachtungen.
Wie viel teurer Butter seit 2020 wurde
Die 250-Gramm-Packung Deutsche Markenbutter kostete im Haushaltspanel 2024 im Schnitt 56 Cent mehr als 2020. Das entspricht einem Anstieg um rund 41,5 Prozent. In der Grafik reicht diese Euroreihe bis 2024.
Ein Rückgang zum Vorjahresmonat beantwortet eine andere Frage als der Vergleich über mehrere Jahre. Wie sich weitere Produkte entwickelt haben, zeigen der Lebensmittelpreisindex und der Vergleich der Einkaufspreise im Warenkorb.
Warum Milchmenge und Milchfett eine Rolle spielen
Butter entsteht aus Milchfett. Für ihre Herstellung zählen deshalb Rohmilchmenge und Fettgehalt, neben Verarbeitung und Absatz. Der AMI-Bericht vom September 2026 nennt einen niedrigeren Fettgehalt der Rohmilch als einen Faktor für die damaligen Preiserhöhungen auf vorgelagerten Marktstufen.
Wie beweglich der Rohstoffmarkt ist, zeigt die deutsche Milchstatistik für 2025. Im ersten Halbjahr lag die angelieferte Milchmenge 2,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum; von August bis Dezember lag sie 5,8 Prozent darüber. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für konventionelle Milch fiel bis Dezember auf 43,45 Cent je Kilogramm. Solche Angaben erklären den Rohstoffrahmen. Sie beziffern nicht allein den jeweiligen Ladenpreis einer Butterpackung.
Erzeugerpreis ist nicht dasselbe wie Supermarktpreis
Für September 2026 meldete Destatis bei Butter auf der gewerblichen Erzeugerstufe einen Rückgang um 34,8 Prozent zum Vorjahresmonat. Auf der Verbraucherstufe waren es die genannten 29,5 Prozent. Die Statistiken erfassen verschiedene Verkaufsstufen und haben eigene Abgrenzungen.
Wie viel der Handel an einer Packung verdient, kannst du aus dem Abstand der beiden Raten nicht berechnen. Dafür brauchst du Einkaufspreis, Verkaufspreis, Kosten und Mengen zum jeweiligen Zeitpunkt. Ein niedrigerer Erzeugerpreis kann später oder nur zum Teil im Laden ankommen.
Packungen mit unterschiedlichem Inhalt vergleichen
Beim eigenen Einkauf hilft der Preis je Kilogramm. Angenommen, eine 250-Gramm-Packung kostet 2,49 Euro und eine andere Packung mit 200 Gramm 2,19 Euro. Die kleinere Packung wirkt auf dem Kassenzettel günstiger. Ihre Grundpreise sind jedoch 9,96 und 10,95 Euro je Kilogramm: Für dieselbe Menge kostet die kleinere Packung rund 9,94 Prozent mehr.
Das Beispiel sind angenommene Preise. Bei einem echten Vergleich sollten zusätzlich Produktart und Qualität zusammenpassen. Markenbutter, Bio-Butter, Streichfett und Mischprodukte werden nicht allein wegen ähnlicher Verpackungen zu demselben Produkt. Bei verringertem Inhalt erklärt die Seite zur Schrumpfflation, wie Mengenänderungen gerechnet werden. Ein einmaliges Sonderangebot sollte außerdem als Angebot erkennbar bleiben. Es ist ein einzelner Einkaufspreis und kein Monatsdurchschnitt für ganz Deutschland.
Was eine Butterpreisänderung für den Einkauf bedeutet
Bei angenommenem Verbrauch von einem Kilogramm pro Monat kosten vier 250-Gramm-Packungen zu 1,05 Euro zusammen 4,20 Euro. Bei 1,19 Euro je Packung sind es 4,76 Euro, also 56 Cent mehr. Der prozentuale Anstieg ist derselbe wie bei einer Packung; die Mehrbelastung in Euro hängt von der tatsächlich gekauften Menge ab.
Für die gesamte Haushaltsinflation müssen weitere Ausgaben hinzukommen. Ein hoher Butteranstieg ist nicht automatisch die Preissteigerung des ganzen Einkaufs, ein Butterpreisrückgang noch keine allgemeine Deflation. Mit vergleichbaren eigenen Ausgaben lässt sich die persönliche Belastung ermitteln. Einzelne alte und neue Grundpreise können im Preissteigerungsrechner gegenübergestellt werden.
Quellen zum Beitrag
- Destatis: Endgültige Verbraucherpreise im September 2026, veröffentlicht am 13. Oktober 2026
- Destatis: Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt 2023
- AMI: Butterpreise im deutschen Preiseinstiegssegment, Bericht vom 23. September 2026
- Destatis: Gesamtindex und zwölf VPI-Abteilungen
- Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Milchpreise und Milchmengen in Deutschland 2025
- Destatis: Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im September 2026
- Destatis: Verbraucherpreisindex, Berechnung und Qualitätsbereinigung
- Agrarstatistisches Jahrbuch 2010, AMI/GfK (2004–2009)
- Agrarstatistisches Jahrbuch 2014, AMI/GfK (2010–2013)
- Agrarstatistisches Jahrbuch 2018, AMI/GfK (2014–2017)
- Agrarstatistisches Jahrbuch 2025, AMI/GfK (2018–2024)
- Destatis, GENESIS 61111-0005, Jahresdurchschnitte
- AMI/GfK-Haushaltspanel, Agrarstatistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 231