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Inflation in Excel berechnen: Datei und Daten

In der Excel-Datei findest du zwei Kaufkraftrechnungen, eine für ganze Jahre und eine für einzelne Monate. Gib deine Beträge und Zeiträume ein, dann rechnet Excel mit den hinterlegten deutschen Verbraucherpreisindizes. Dieselben Daten gibt es als CSV.

Excel-Datei oder CSV herunterladen

Die Excel-Datei enthält den Rechner und je ein Datenblatt für Jahresdurchschnitte und Monatswerte. Mit der CSV-Datei kannst du dieselben Zeitreihen in eine eigene Tabelle oder Datenbank übernehmen.

Wir erstellen hier die Excel-Vorlage mit den Kaufkraftformeln und bereiten dieselben Daten als CSV auf. Die Indexwerte übernehmen wir aus den veröffentlichten deutschen VPI-Reihen von Destatis mit der Basis 2020 = 100.

Die Website erzeugt beide Dateien neu, wenn die Daten und Seiten aktualisiert werden. Deine gespeicherte Excel-Kopie ruft keine neueren Werte ab. Für einen neueren Stand lade sie erneut herunter.

Betrag und Zeitraum ändern

Öffne die XLSX-Datei und gehe auf das erste Blatt „Rechner“. Die gelben Felder enthalten die Eingaben. Beim Jahresvergleich wählst du Betrag, Ausgangsjahr und Zieljahr. Beim Monatsvergleich gibst du die Monate als Datum am Monatsersten ein, zum Beispiel 01.01.2020. Die Zelle zeigt anschließend nur Monat und Jahr an.

Im Ergebnis stehen der Betrag für dieselbe Kaufkraft, die Preisänderung und die Kaufkraftänderung eines unveränderten Geldbetrags. Du kannst auch rückwärts rechnen. Ein Zieljahr vor dem Ausgangsjahr ist eine andere Vergleichsrichtung, kein Fehler. Ein Zeitraum außerhalb der enthaltenen Reihe liefert dagegen keinen passenden Index.

Die Kaufkraftformeln in Excel

Für den Betrag mit gleicher Kaufkraft multiplizierst du den Ausgangsbetrag mit Zielindex ÷ Ausgangsindex. Ziehst du von diesem Quotienten eins ab, erhältst du die Preisänderung. Für die Kaufkraftänderung eines festen Geldbetrags rechnest du umgekehrt mit Ausgangsindex ÷ Zielindex − 1. Formatiere die beiden Änderungen als Prozent. Excel übernimmt dann die Multiplikation mit 100 für die Anzeige.

Ein Beispiel mit Jahresdurchschnitten: 1.000 Euro bei Index 100 werden bei Index 121,9 zu 1.219 Euro für dieselbe Kaufkraft. Das Preisplus beträgt 21,9 Prozent. Ein unveränderter Betrag kauft dagegen rund 17,97 Prozent weniger. Beide Ergebnisse sind richtig, weil sie verschiedene Ausgangswerte haben.

Excel findet den passenden Index zum gewählten Jahr oder Monat mit INDEX und MATCH. In der deutschen Oberfläche heißen die Funktionen INDEX und VERGLEICH. Excel zeigt beim Öffnen die Funktionsnamen in der passenden Sprache an. Du kannst die Formeln in den Ergebniszellen ansehen.

Monatswerte und Jahresdurchschnitte getrennt halten

Die Datenblätter nennen Zeitraum, Index und veröffentlichte Vorjahresrate. Ein Jahresdurchschnitt ist das durchschnittliche Preisniveau eines ganzen Jahres. Ein Monatsindex gehört zu einem einzelnen Monat. Vergleiche deshalb innerhalb derselben Zeitreihe und vermische etwa den Jahresdurchschnitt 2020 nicht unbemerkt mit Januar 2020.

Die Jahrestabelle beginnt 1991. Eurobeträge vor der Euroeinführung sind dabei rückgerechnete Euroäquivalente. Für tatsächlich gezahlte D-Mark-Beträge ist der D-Mark-Rechner der passende Weg. Die Excel-Vorlage bildet keine eigenständige Reichsmark- oder DDR-Währungskette ab.

CSV in eine deutsche Tabellenkalkulation importieren

Die CSV verwendet UTF-8, ein Semikolon als Spaltentrenner und ein Komma als Dezimalzeichen. Die Spalte „Zeitraumart“ trennt Monatswerte und Jahresdurchschnitte. „Periode“ enthält entweder das Jahr oder Jahr und Monat. Die Inflationsspalte steht bereits in Prozent, etwa 2,2, und nicht als Dezimalbruch 0,022.

Wähle beim Import das Semikolon als Trennzeichen und das Komma als Dezimalzeichen. Bleibt eine Vorjahresrate leer, fehlt der Vergleichswert. Quelle und Datenstand stehen in eigenen Spalten und bleiben auch beim Weitergeben der Tabelle sichtbar.